High Food und die Umwelt

Die Kombination aus einem dreist parkenden Handwerker und seinem laut von sich gegebenen Anspruch, dass er Steuerzahler sei und damit mehr Rechte hat, in zweiter Reihe zu parken und der der taggleichen Zustellung unserer Berechnung, wieviel Tonnen CO2 durch unsere Existenz und unser Tun zusätzlich produziert werden, wurde zur Basis für die neue Denkweise von High Food:

Was immer wir machen, egal, ob wir Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen oder mit unserem Wirken die Welt verbessern: Fortan wollten wir uns unserer Umwelt gegenüber so verhalten, als würde es uns nicht geben. Agenturgründer Jan-Patrick Timmer hatte es mehreren in Punkten recht leicht: Als Hundebesitzer ist er lange Wege zu Fuß gewohnt. Sowohl in seiner Wohngegend wie auch rund um die Agentur sind Parkplätze Mangelware und in Hamburg ist die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln kein Zeichen von ausgebliebener Karriere. So hat das eigene Auto bereits 1999 Abschied nehmen müssen.

Die Umstellung der Stromtarife auf grünen Strom ist reine Formsache gewesen. Im Laufe der Zeit und mit jeder Seite, die wir zu diesem Thema gelesen hatten, wurde uns allerdings klar, dass grüner Strom ein bisschen grün oder richtig grün sein kann. So soll es Stauseen geben, in denen nachts mit Atomstrom Wasser hochgepumpt wird, um tagsüber grünen Strom aus dem Stausee zu verkaufen. Der zweite Wechsel war dann fast selbstverständlich zu dem Hamburger Anbieter Lichtblick, die ihren Strom nicht nur handeln, sondern auch produzieren.

Die Menge an Strom, die wir von High Food benötigen, wird seitdem verpflichtend nachhaltig und umweltschonend produziert. Als zweiten Schritt reduzieren wir seitdem kontinuierlich unseren Stromverbrauch – zum Beispiel bei Neuanschaffungen und Austausch von Geräten, die ausschließlich in höchster Effizienzklasse gekauft werden. So setzen wir umweltfreundlich produzierten Strom frei, der über die Strombörsen verkauft werden kann und damit konventionellen Strom etwas überflüssiger macht.

Die Neutralisierung des verbleibenden CO2-Ausstosses erfolgt durch Jobs Jenckel von der Hamburger KlimaInvest. Da die Maßnahmen zur Reduzierung der verbleibenden 8 Tonnen CO2 langfristig angelegt sind und wir unseren CO2 Verbrauch kontinuierlich senken – mittlerweile sind wir bei berechneten 4,5 Tonnen weniger – können wir mit Stolz behaupten, mittlerweile CO2-positiv (!!!) zu wirken. Ohne uns hätte die Umwelt 4,5 Tonnen mehr CO2 zu bewältigen.

Wir versenden Briefe und Pakete CO2-neutral und sollten wir einmal einen Kurier benötigen, so bevorzugen wir Radkuriere und Lastenräder. Lässt es sich nicht vermeiden, einen LKW zu beauftragen, so sichern wir zu, die Touren so zu planen und bei der Auswahl der Spedition darauf zu achten, dass Leerfahrten und Fahrten unter 75% Auslastung nicht bedient werden.

Unser Altpapier verwerten wir vor Ort und nutzen die Papierstreifen der Schredder als Verpackungsmaterial – der Datenschutz sensibler Daten ist selbstverständlich gewährleistet. So sparen wir dreifach: Wir brauchen kein aufwändig hergestelltes Verpackungsmaterial zu kaufen, die CO2-intensive Lieferung per LKW und die Abholung des Altpapiers durch den Entsorger entfallen.

Reisen werden vom gesamten Team von High Food ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln angetreten. Die Fahrten mit der Deutschen Bahn sind CO2-neutral und wenn sich ein Flug absolut nicht vermeiden lässt, so neutralisieren wir ihn gleich doppelt: Durch eine Ausgleichsleistung gleich bei der Flugbuchung und durch Einsparung bei anderen Reisen – durch den richtigen Einsatz heutiger Technik lassen sich früher unvermeidliche Meetings und Tagungen weitgehend vermeiden.

Wir von High Food sind stolz, für unser Engagement belohnt zu werden und uns als Umweltpartner der Freien und Hansestadt Hamburg bezeichnen zu können, uns parallel dazu mit der Bezeichnung klimaneutrales Unternehmen vorzustellen und Mitglied in der Luftgütepartnerschaft der freien und Hansestadt Hamburg sein zu dürfen.

Wir achten bei der Auswahl unserer Lieferanten und Dienstleister auf ihre Einstellung zum Umweltschutz und bevorzugen diejenigen, die ähnlich denken wie wir. Derzeit sind wir in der Erstellung eines internen Kontrollsystems, um unsere Lieferanten und Dienstleister zu verpflichten, die CO2 Belastung zu neutralisieren. Die Umsetzung wird 2015 abgeschlossen sein. Bis auf die staatlich vorgeschriebenen Stellen werden wir dann ausschließlich mit Unternehmen arbeiten, deren Standards sehr hoch sind.